Haben Pessimisten das bessere Gedächtnis?

Haben Pessimisten das bessere Gedächtnis?

  • Wie und wann wir besser denken - zwei gegensätzliche Studien
  • Wir suchen mit dem Körper
  • Entspannt lernen und dann unter Prüfungs-/Präsentationsdruck nicht auf das Gelernte zugreifen können
  • Mit der wahrscheinlichen Stimmung lernen und vorbereiten
  • Das Potential des eigenen Gehirns

Was heißt überhaupt Gedächtnis?

Fragen wir etwas genauer nach? Haben Pessimisten wirklich das bessere Gedächtnis? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir unser Gedächtnis, das Erinnern und das Speichern besser verstehen.

Grob beschrieben besteht unser Gedächtnis aus dem Kurzzeit- und dem Langzeitgedächtnis. Unser Kurzzeitgedächtnis (auch Arbeitsgedächtnis genannt) ist für das aktive Denken verantwortlich. Hier rechnen, formulieren, analysieren, beschliessen oder kreieren wir. Uns werden Dinge bewusst und wir fällen aktive Entscheidungen. Wir nehmen unterbewusste Vorschläge an oder übersteuern sie. Wie gut diese Vorgänge  funktionieren - hängt davon ab,

  • wie wir das Rechnen, Formulieren, Analysieren, Beschliessen oder Kreieren austrainiert haben,
  • über welche Tricks und Techniken wir verfügen,
  • wie viel gleichzeitige Daten wir verarbeiten können und
  • wie gut wir mit Informationen, also mit vorhandenem und abrufbaren Wissen aus dem Langzeitgedächtnis versorgt werden.
  • (in Fettbuchstaben: Die größtmöglichen Hebel der Verbesserung mit wenig Aufwand)

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Impulse aus der Umgebung (Wahrnehmung) machen da noch den geringeren Teil, der Versorgung mit Informationen aus. Der größere Anteil der zur Verfügung gestellten Informationen stammt aus dem Langzeitgedächtnis. Wer zu seinem Langzeitgedächtnis ein schlechtes Verhältnis unterhält, der macht es seinem Arbeitsgedächtnis schwerer. Effektives Denken lebt von präzisen Merken und wieder Erinnern aus dem Langzeitgedächtnis.

Eine Erinnerung kann etwas Erlebtes, Gelerntes oder Gesehenes sein. Beim Erinnern wird eine Kopie der Erinnerung aus dem Langzeitgedächtnis in das Kurzzeitgedächtnis überführt. Eine Arbeitskopie der ehemaligen Erinnerung steht zum verarbeiten bereit. Am Ende eines jeden Gedankenganges wird diese Arbeitskopie zur Rückübertragung (Merken) an das Langzeitgedächtnis bereitgestellt. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die durchgeführten Veränderungen an der Arbeitskopie in das Langzeitgedächtnis geschrieben. Ein Vorgang der (wenn er denn passiert) nachts während des Schlafes abgewickelt wird. Danach verfügen wir im Langzeitgedächtnis über eine Originalerinnerung und jenen Informationen, welche das Original verändern sollen (Veränderungs-Datensatz). Unter welchen Umständen und in welcher Qualität Originale vom Gehirn verändert und fortgeschrieben werden, dazu mehr in meinen Kursen.

Je häufiger wir uns also an etwas erinnern, desto mehr solcher Veränderungsinformationen liegen dem Langzeitgedächtnis zu einer ursprünglichen Erinnerung vor. Alle ergänzenden Informationen sind emotional eingefärbt. Je öfter wir erinnern und somit neu merken, desto weiter kann das ursprünglich Erlebte oder Gelernte von der Originalerinnerung abweichen. Positives wird immer positiver und negative Erinnerungen werden immer negativer geprägt. Emotionale Färbungen werden durch die Art der Erinnerung, grundsätzlicher Haltung und von der aktuellen Stimmung bestimmt (klassische Mentalarbeit).

Ein Vorteil sich öfter mal an etwas zu Erinnern ist, dass wir Erlebtes und zu Lernendes tiefer und tiefer einprägen. Allerdings mit dem Nachteil, dass ursprüngliche Erinnerungen immer ungenauer werden können und das erzeugte Kopien einem emotionalen Trend unterliegen. Letzteres erhöht jedoch die Leichtigkeit sich an diese Inhalte zu erinnern. Genaues und sicheres Merken will verstanden und geübt sein und kann mit Hilfe guter Denk- und Prägetechniken erheblich verbessert werden.

Fehlerquellen

Sich nicht erinnern zu können, muss nicht bedeuten, dass Daten aus dem (Langzeit-) Gedächtnis verschwunden sind. Im Grunde genommen vergessen wir (bzw. löschen wir neuronal gesehen) keine Daten aus dem Gehirn. Entweder, a) haben wird das Gesehene, Erlebte oder zu Lernende bereits im Arbeitsgedächtnis verworfen oder b), wir finden den neuronalen Weg nicht mehr zurück.

- Zu a) Daten werden nicht vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übertragen. Typische Fehler für schlechtes Lernen (Merken) sind:

- Zu b) Die neuronalen Suchfilter stimmen nicht. Wir erinnern (suchen) stets zusammen mit unserem Körper! Eine wichtige Erkenntnis der jüngeren Hirnforschung. Wichtig an dieser Stelle ist (ohne dies jetzt in aller Tiefe zu erklären), zum besseren Erinnern braucht das Gehirn eine offne Verbindung und Verständnis zur eigenen Körperhaltung.

Typische Fehlerquellen für schlechtes Erinnern sind: Entweder soll, darf oder kann der eigene Körper nicht helfen.

  • Der Körper soll nicht helfen (man weiß den eigenen Körper beim Denken und Erinnern nicht einzusetzen - fehlende Technik).
  • Der Körper darf nicht helfen (Blockaden verhindern den Zugriff des Gehirns auf den eigenen Körper).
  • Der Körper kann nicht helfen (Fehlhaltungen steuern schlechte Suchfilter bei Recherchen im Gedächtnis bei).
  • (mehr dazu im Webinar ’Wahr und sicher Entscheiden’).

Eine neuronale Kartierung des aktuellen Körperzustandes wird von unserem nach Erinnerungen suchenden Gehirn genauso benötigt, wie die Ausschüttung von Hormonen. Über Hormone werden Emotionen und die einhergehenden körperlichen Veränderungen eingeleitet und zum anderen lassen Hormone den synaptischen Spalt überwinden.

Wenn wir unter dem Einfluss von Hormonen und Emotionen etwas gelernt oder vorbereitet haben, dann brauchen wir quasi die gleichen Hormone und Körperhaltungen zurück, um leichter an das Gelernte zu gelangen. Im Einfluss von Blockaden bleiben uns genau diese notwendigen Vorgänge verwehrt (mehr dazu im Webinar ’Blockaden - Freund und Feind eines jeden Menschen'). Befindet sich unser Körper beim Abruf von Erinnerungen in einem anderen emotionalen Zustand, als dies beim Lernen gewesen ist, dann werden wir es schwer haben, uns an die richtigen Details zu erinnern. Auf diesen Zusammenhang komme ich gleich noch einmal zurück.

Leistungsfähigkeit

Wir merken und denken also schneller und leichter, wenn Emotionen im Spiel sind. Und zwar unabhängig davon, ob diese negativ oder positiv waren. Studien hatten versucht zu belegen, dass negativ eingestellte Menschen über ein leistungsfähigeres Kurzzeitgedächtnis verfügen. Allerdings wurde in diesen Studien der Punkt Kreativität völlig vernachlässigt. Kreativität ist schwerer zu messen und wird bei solchen Studien gerne unberücksichtigt.

Für Kreativität benötigen wir synchronisierte Gehirnhälften und einen offenen und breiten Zugang zum Körper, Langzeitgedächtnis und Unterbewusstsein. Nur so können wir auf unsere Intuition setzen. Genau diese Voraussetzungen sind bei schlechter Stimmung nicht gegeben. Negativ Gestimmte schnitten zwar in der erwähnten Studie im Kurzzeitbereich besser ab - dies lag jedoch auch daran, dass negativ eingestellte Probanden im Bestreben ihre Stimmung aufzuhellen, die eigene Aufmerksamkeit erhöhten. Fällt jedoch zuvor die pessimistische Grundstimmung, sei es durch Haltung oder Druck, unter einen gewissen Tiefpunkt (und auch das war nicht Teil der besagten Studie), dann sinkt die Leistungsfähigkeit im Kurzzeitgedächtnis drastisch ab.

Wie unser Gehirn sich unter Negativität und unter DauerstreGesundheit für das Gehirnss selbst reduziert (regelrecht seine Neuronen zerstört) und den Körper dabei hormonell vergiftet, dazu mehr im Webinar: Gesundheit für das Gehirn - was wir tun können und besser sein lassen sollten >>.

Positiv gestimmte Probanden schneiden bei einfachen Denktests nur deswegen schlechter ab, weil sie im Rausch ihres Wohlseins unkonzentrierter sind. Aber dieses Ergebnis gilt eben nur für leichte und nicht-kreative Aufgaben. Grundsätzlich gilt: Wenn positiv Gestimmte es schaffen, ihre Aufmerksamkeit hochzuhalten, dann haben sie gegenüber jedem negativ Eingestellten oder unter Druck Arbeitenden einen klaren Vorteil. Denn ihre Gehirnhälften sind stärker synchronisiert (Kapitel III - Wo bleibt die Rebellion). Wir brauchen lediglich interessante und anspruchsvolle Aufgaben für mehr Synchronisation und Konzentration.

Mit der wahrscheinlichen Stimmung lernen und vorbereiten

Entspannt lernen und dann unter Prüfungs-/Präsentationsdruck nicht auf das Gelernte zugreifen können, wer kennt das nicht? Wie ausgeführt, unter Druck (also dann, wenn wir ihn als solchen empfinden) kann der eigene Körper jene Suchfilter nicht herstellen, die er zum Auffinden, der in Entspannung gelernten Informationen benötigt.

Ich empfehle in der Stimmung zu lernen und zu trainieren, in der wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach beim Abruf, des zu Lernenden, wahrscheinlich befinden werden. Ebenso hilft es, ein Teil des Trainings, Lernens und etwaige Vorbereitungen auch unter Druck stattfinden zu lassen. Auf diese Weise kann sich das Gehirn zusammen mit seinem Körper an solche Situationen gewöhnen. Zudem entspricht Druck, aller Wahrscheinlichkeit nach - auch der Situation, in der das Gelernte abgerufen werden soll. Dies sind nicht die einzigen und nicht die besten aller Möglichkeiten, um mentale Höchstleistung zu erbringen! Ein erster Anfang ist jedoch gemacht.

Das Potential des eigenen Gehirns

Du möchtest effektiver Denken,

  • schneller lernen,
  • dir in kürzerer Zeit mehr und mit weniger Aufwand merken,
  • dich besser auf schwierige Aufgaben vorbereiten,
  • ohne Aufwand eigene Fehler finden,
  • komplexe Aufgaben lösen,
  • deine Kreativität steigern und
  • bessere Entscheidungen treffen?!

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Andreas Lange - Autor, Referent und Systemberater

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1 Response

  1. Uwe
    Und nicht vergessen: Coffeein löscht nicht nur den Durst, sondern aufgrund der Eigenschaft eine Störung in der Adenosintriphosphat Esterase zu bewirken, löscht es auch das Kurzzeit Gedächtnis, weil es uns das ATP blokiert raubt es uns den Zugriff auf die benötigte Energie vom Kurzeit ins Langzeitgedächtnis zu kopieren. Kaffee verarmt das Denken auf den Focus von Lebenswichtigsten Inhalten, also unsere Existenzängste, Traumatisierungen mit der Hoffnung, stärkere Waffen oder mehr Geld könne die Rettung sein.

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